„Hier ist so eine wunderbare Stimmung“, freute sich Ulrike Rohlmann, die als „Oma gegen rechts“ sowohl Besucherin als auch Teilnehmerin des ersten „Fest der Kulturen“ auf dem Gesamtschulforum war, das am 20. September Premiere feierte. Ausgelassen, bunt und fröhlich ging es auf dem Fest zu, das von der Stadt Kierspe, dem sozialen Bürgerzentrum „Hand in Hand“  und der Gesamtschule als Gastgeberin gemeinschaftlich organisiert wurde. Unter dem Motto „Aufstehen für Demokratie“ feierten zahlreiche Kiersper Vereine und die gesamte Schulgemeinde die Vielfalt und setzten ein starkes Zeichen für ein demokratisches Miteinander. Unterstützt wurde das „Fest der Kulturen“ von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, der Volkshochschule Volmetal, dem Verein Soko Respekt und den Kiersper Stadtwerken. Mit dabei waren am Samstag auch das Kiersper Bündnis für Demokratie und Vielfalt, die „Omas gegen rechts“, der Verein B3, der Verein für Städtepartnerschaft, der ländliche Reit- und Fahrverein, der Kiersper SC und die Freiwillige Feuerwehr Kierspe, um nur einige teilnehmende Vereine zu nennen. Ein breites Bündnis also, das mit dem Fest der Kulturen für eine offene und tolerante Zivilgesellschaft steht und die positiven Effekte gelungener Integration eindrucksvoll zeigte. Mit einer internationalen Schlemmermeile war bestens für das leibliche Wohl gesorgt und bei zahlreichen Mitmachangeboten wurden die Gäste kreativ. Ein besonderer Hingucker waren die Blumenkränze, die das Inklusionsteam der Kiersper Gesamtschule herstellten und die bald auf vielen Köpfen herumgetragen wurden. Im sogenannten „blauen Salon“ der Schulmensa gaben Kiersper Bürger*innen Einblicke in ihre Integrationsgeschichten und erzählten vom Leben mit Migrationshintergrund in Deutschland. An der Gesprächsrunde nahmen auch einige Kolleg*innen der Gesamtschule teil. Gelebte Integration findet tagtäglich im Schulalltag statt und ist Kernkompetenz der Gesamtschule Kierspe. Schüler*innen aus zahlreichen Nationen leben und lernen selbstverständlich zusammen und zeigten auch am Samstag, wie bereichernd die Gemeinschaft der Kulturen ist. Als Mitorganisatoren des Festes konnten sich Schulleiter Johannes Heintges und didaktischer Koordinator Alican Sevim am Samstag davon überzeugen, dass an der Otto-Ruhe-Straße ein gelungenes Miteinander gelebt wird. Dieses Miteinander ist jedoch kein Selbstläufer und muss gepflegt werden. Begegnung ist dabei der Schlüssel zu Verständigung – das wurde auch in zahlreichen Beiträgen deutlich. Der Spaß kam dabei auf keinen Fall zu kurz, da die gesamte Schulgemeinde ihren Beitrag zum Fest geleistet hatte. Ob bei der musikalischen Eröffnung der Veranstaltung durch die Bläserklassen, einen sportlichen Parcours in der Mehrzweckhalle von den Sportklassen, Riesenseifenblasen, Tanzdarbietungen oder ungezählte kulinarische Angebote. Alle haben zum Gelingen des Festes beigetragen. Das Gefühl der Gemeinschaft stand dabei im Mittelpunkt und gibt Kraft, für die Demokratie aufzustehen.